Kulturpolitik: Die Rechnung bitte
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Kulinarisch. Juliane Banse singt in Baden-Baden die Agathe in Webers „Freischütz“, die Kostüme stammen von dem Designer-Duo Viktor & Rolf. Ab Donnerstag ist Banse auch im Kino als Agathe zu erleben, allerdings etwas weniger opulent ausgestattet. Foto: dpa

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Kulturpolitik: Die Rechnung bitte

Wie viel Hochkultur braucht das Land – und was darf sie kosten? In der Debatte regt sich Unmut, längst gehört es zum guten Ton, vor allem die Opernhäuser anzugreifen. Dabei sind sie viel besser als ihr Ruf und arbeiten wirtschaftlich.

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Auf Tagesspiegel Online findet sich seit Ende November folgende Umfrage: Sollen Tickets für die Oper subventioniert werden? Aktuell (Sonntagnachmittag) wurden 8502 Stimmen abgegeben, 58 Prozent davon antworteten mit Ja, 42 Prozent mit Nein. Eine knappe Mehrheit. Inspiriert wurde die Umfrage von Zahlen aus dem Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses, wonach „der Steuerzahler“ 2009 eine Eintrittskarte für die Staatsoper Unter den Linden mit 186,10 Euro, für die Komische Oper mit 181,10 Euro und für die Deutsche Oper mit 171,40Euro bezuschusst hat. Und schon ratterte und rechnete es in den Köpfen vieler selbst ernannter Sarrazine, was sich nicht alles Vernünftigeres, Schöneres, ja Besseres (ökonomisch wie moralisch) mit diesem Geld anfangen ließe.

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