
© Anja Frers/DG
Piotr Beczala: Die Seele der Lieder
Piotr Beczala singt im Konzerthaus Lieder von Schumann, Dvořák und Rachmaninow - und lässt keinen Zweifel: Er ist auf der Höhe seines Könnens.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Zwei Männer, ein Klavier, sonst nur die Leere eines Podiums: Das ist schon eine existenzielle Situation, vor allem, wenn man sich in den großen Saal des Konzerthauses traut. Doch wenn den einer füllen kann – nicht vollständig, aber für einen reinen Liederabend sehr ordentlich –, dann ist es Piotr Beczala. Sobald der polnische Tenor anhebt, buchstäblich ab der ersten Sekunde, schwebt ein Zauber im Raum. Diese Stimme! Dieses Timbre! Zart, anschmiegsam, bernsteinfarben, ätherisch, fast überirdisch schön in der Höhe, in der Tiefe trotzdem fest geerdet. Beczala gleitet mit einer Mühelosigkeit und Geschmeidigkeit durch die Lagen, die nur einen Schluss zulässt: Man erlebt hier einen Sänger auf dem Höhepunkt seiner Kräfte und seiner Kunst.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true