Spaziergang durch die leere Stadt: Die steinernen Standbilder sind gegenüber den Menschen in der Überzahl
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Ohne Menschen ist die Stadt, wie hier in der Berliner Ben-Gurion-Straße am Potsdamer Platz, buchstäblich auf sich selbst zurückgeworfen.

© Jens Kalaene/dpa

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Spaziergang durch die leere Stadt: Die steinernen Standbilder sind gegenüber den Menschen in der Überzahl

Die Straßen sind leer, plötzlich sehen wir die Stadt wieder mit ganz neuen Augen. Ein Spaziergang entlang vermeintlich vertrauter Orte.

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Am Schiffbauerdamm an der Spree steht ein Einkaufswagen, so verrostet und zerbeult, als hätte Bertolt Brecht höchstselbst mit ihm den Kapitalismus auf’s Abstellgleis der Geschichte geschoben. Betrachtet man den warenlosen Rostkorb länger, fragt man sich, ob er selig träumt oder ihn Albträume quälen. Die Stadt ist so leer, dass man sie nicht mehr versteht, nicht mehr lesen kann. Was sonst schrie, schweigt und was gestern stumm am Boden lag, steht heute auf und spricht.

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