
© Willie Urquhart/Verlag
Graeme Macrae Burnets Roman „Sein blutiges Projekt“: Die Welt und der Fall
Graeme Macrae Burnets faszinierender Kriminalroman spinnt ein dichtes Netz intertextueller Bezüge - und spielt mit der Frage nach Authentizität. Letztes Jahr war er für den Man Booker Prize nominiert.
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Erst einmal kommt das Vorwort mit „ein paar Anmerkungen zum Verständnis“. Der schottische Autor Graeme Macrae Burnet behauptet, er sei in einem Archiv auf die Aufzeichnungen eines Vorfahren gestoßen, auf eine Art Beichte, die ein junger Mann namens Roderick Macrae vor hundertfünfzig Jahren im Gefängnis von Inverness verfasst haben soll. „Mein Leben war kurz und ohne Bedeutung, und ich habe keineswegs die Absicht mich der Verantwortung für die Taten, die ich begangen habe, zu entziehen“, zitiert Burnet seinen entfernten (und mit Sicherheit erfundenen) Verwandten und lässt ihn dann auf knapp 200 Seiten in einer einfachen, nüchternen Sprache erklären, warum er am 10. August 1869 in einem Dorf in den Highlands mit einem Spaten und einer Spitzhacke drei Menschen erschlagen hat.
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