
© Concorde
Neu im Kino: Die Zertrennlichen
Poesie und Protest: eine Jugend in London, im Schatten der Kubakrise. Die britische Regisseurin Sally Potter verwebt in ihrem zartbitteren Freundinnen-Drama „Ginger und Rosa“ das Private mit dem Politischen.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Die Kubakrise ist nichts dagegen. Da wachsen die Mädchen in innigster Freundinnen-Eintracht auf, die rothaarige Ginger mit der porzellanbleichen Haut und die wilde Rosa, die Ginger das Kiffen und das Küssen beibringt. Da rebellieren beide gegen ihre Mütter, himmeln Gingers Daddy an, Roland, den schriftstellernden Pazifisten, der als Weltkriegsdienstverweigerer im Knast saß und nach dem zigsten Ehekrach in eine WG zieht. Da machen beide erste Demo-Erfahrungen, liebäugeln mit der Friedensbewegung, sind jung, schön, unzertrennlich – und nun das. Rosa, die schon immer etwas verwegener war, flirtet beim Segelturn mit Gingers Vater, wird seine Geliebte. Für Ginger bricht eine Welt zusammen. Der Kalte Krieg spitzt sich zur akuten atomaren Bedrohung zu, weit schlimmer sind die Geräusche aus dem Bett im Zimmer nebenan.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true