Kultur: Ein Dandy fast wie Oscar Wilde
Der Berliner Tenor Jan Kobow liebt Alte Musik, gute Weine – und sein fränkisches Barockschloss.
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Es ist beinahe eine Postkartenidylle: Vor Schloss Seehaus, inmitten der Hügel Unterfrankens gelegen, hält ein altes schwarzes Auto mit riesiger Kühlerhaube und geschwungenen Kotflügeln. Heraus steigt ein Dandy, weiß gekleidet, mit Strohhut und ledernen Fingerhandschuhen. Die Nase dominiert sein schmales Gesicht und seinen verhangenen Blick. Doch Jan Kobow ist kein Wiedergänger Oscar Wildes, er ist ein Mann der Gegenwart. Mit dem Barockschloss verbindet ihn eine ebenso tiefe wie wirklichkeitsgeprüfte Liebe. „Seehaus bietet tolle Möglichkeiten“, sagt er mit seiner melodischen Stimme, „aber es ist auch ein Klotz am Bein.“
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