
© Doris Spiekermann-Klaas
Srebrenica: Ein ewiger Tag des Wartens
Als Kind musste die Berliner Regisseurin Jasmina Hadžiahmetović aus dem belagerten Sarajevo fliehen. Mit dem multimedialen Musiktheaterstück „Erwartung – Nada“ erinnert sie im Radialsystem an Srebrenica. Ein Treffen auf der Probenbühne
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Mehr als ein Dutzend länglicher, weißer Plastiksäcke liegt auf dem Boden. Manche scheinen gefüllt zu sein, andere sind leer. Das Arrangement in parallelen Reihen erinnert nicht zufällig an einen Friedhof: Die Säcke werden normalerweise für den Transport menschlicher Überreste benutzt, die bei Exhumierungen in Bosnien und Herzegowina ausgegraben werden. Hier auf der Probebühne der Komischen Oper dienen sie als Requisiten des multimedialen Musiktheaterstücks „Erwartung – Nada“, das sich um das Massaker von Srebrenica dreht. Es hat am Donnerstag im Radialsystem Premiere – genau an dem Tag, an dem sich die Ermordung von über 8000 muslimischen Männern und Jungen durch serbische Einheiten zum 18. Mal jährt.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true