Unterdrückung der Uiguren – „Everybody Is Gone“: Eine eindringliche Performance in Berlin macht Chinas Staatsterror begreifbar
zum Hauptinhalt
Diktion und Art der Indoktrinierung entstammen staatlichen Quellen, das Wort China fällt in der Performance nicht.

© Cornelius Dieckmann/TSP

Tagesspiegel Plus

Unterdrückung der Uiguren – „Everybody Is Gone“: Eine eindringliche Performance in Berlin macht Chinas Staatsterror begreifbar

„Everybody Is Gone“ lässt Besucher die Methoden von Überwachung und Gehirnwäsche am eigenen Leib spüren – ohne China beim Namen zu nennen.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

In einem großen Raum steht eine Frau in gebügeltem gelben Hemd und schwarzem Rock, am Arm eine rosafarbene Binde. Herablassend blickt sie die sieben Männer und Frauen an, die sie angewiesen hat, sich vor ihr aufzureihen. „Singt mir nach!“, blafft sie und intoniert im Gestus einer Gefängniswärterin, die in ihren Insassen ungezogene Kinder sieht, ex-akt ar-ti-ku-lie-rend: „Wir sind stolz und stark, geloben, treu zu sein! / Einigkeit – wir sind alle eins!“

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })