Moderne Kunst in Saudi-Arabien: Eine Frage der Haltung
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Frauen picknicken im neuen Skulpturenpark am Roten Meer vor einer Plastik von Henry Moore.

© Katharina Eglau

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Moderne Kunst in Saudi-Arabien: Eine Frage der Haltung

Moderne Kunst erlebt im ultrakonservativen Saudi-Arabien einen Aufschwung. Zu Besuch in der Hafenstadt Jeddah.

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Für Saudi-Arabiens YouTube-Komiker waren Künstler stets leichte Beute. „Hurra, endlich gibt es gute Nachrichten“, albert Omar Hussein in seinem Online-Satireprogramm „Al Tayer“, „die saudische Kunstvereinigung gibt die Eröffnung ihres unabhängigen Zentrums bekannt.“ Neben dem Spaßmacher erscheint das Foto eines kleinen, abgeranzten Quaderbaus. In der nächsten Szene des Sketches zerschneidet ein saudischer Prinz in goldbesticktem Gewand – unterlegt mit symphonischer Musik von Mozart und umgeben von grinsend-aufgeblasenen Lakaien – das Eröffnungsband. Der erste Blick in das Innere des rumpligen Kunsttempelchens lässt die Festgesellschaft erstarren. Auf einer Matratze liegt ein unrasierter Kreativer und pennt. „Ich hatte dir doch gesagt, du sollst hier verschwinden, wenn wir kommen“, faucht ihn einer der vornehmen Speichellecker an.

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