Ende eines Tabus: Zweifelhafte Kinderkuren
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Trügerisch: Werbung für ein Kinderkurheim.

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Ende eines Tabus: Zweifelhafte Kinderkuren

Erstmals entschuldigt sich jetzt eine Krankenkasse für die katastrophale Behandlung von Kindern in Kurheimen der alten Bundesrepublik.

Eine Kolumne von Caroline Fetscher

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An die frische Luft sollten die Kinder. Zu Kräften kommen, mal raus aus der Stadt. „Gebt sie doch für ein paar Wochen in ein schönes Heim“, war der Rat an die Eltern. So konnten Eltern sich auch mal Ferien ohne lästiges Kindergeschrei gönnen. Sechs bis zehn Millionen Kinder wurden in der Bundesrepublik ab den 1950er Jahren bis in die 1980er Jahre unbegleitet und über Wochen in solche Kurferien geschickt. Die Kleinsten waren noch Säuglinge. Für die staatlichen, kirchlichen und privaten Träger war der Heimtourismus ein Milliardengeschäft.

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