Erich Fried 100: Engagement und Enragement
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Epigrammatiker vom Dienst. Erich Fried.

© Imago Jürgen Ritter

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Erich Fried 100: Engagement und Enragement

Zum 100. Geburtstag von Erich Fried erscheinen Gespräche und eine Neuauflage seiner Erinnerungen

Von Gregor Dotzauer

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Spätestens mit dem Ende der Bonner Republik war er als politischer Dichter passé. Erich Fried, der Wiener Jude, der die deutschen Verhältnisse aus seinem Londoner Exil heraus umkreiste, hatte vielleicht das zweifelhafte Glück, es nicht mehr selbst erleben zu müssen: Er starb ein Jahr vor dem Mauerfall. Doch außer als Wächter zeitloser Tugenden wie Mut, Beharrlichkeit und Unbeugsamkeit taugte er schon zu seinem 80. Geburtstag, der seinerzeit mit Christoph Hein, George Tabori und seinem Verleger Klaus Wagenbach im Berliner Ensemble begangen wurde, nur noch zu einer fragwürdigen Verklärung.

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