Internet: Es leckt ins Netz
Geheime Diplomatendepeschen, unveröffentlichte Songs, sensible Kundendaten, halbfertige Buchmanuskripte: Warum das Internet alles ans Licht bringt. Über die gesellschaftlichen Ursachen des Leaking-Phänomens.
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Es hat beste Chancen, das Wort oder Unwort des Jahres zu werden: der / die / das „Leak“. Also alle Arten von Lecks und Löchern, aus denen heraus irgendwas ins Internet fließt. Geheime Diplomatendepeschen, unveröffentlichte Songs, sensible Kundendaten, halbfertige Buchmanuskripte, die Liste ist lang. Und bei jedem neuen Leak sind die Internetversteher sich schnell einig mit ihrer Einschätzung: So ist sie halt, die neue Zeit, digital gespeicherte Daten sind per se unsicher. Jeder Depp kann sie auf einen Stick ziehen, runterladen, hochladen, weiterleiten. Das hat überhaupt nichts mit menschlicher Schwäche oder Bosheit zu tun. Kopieren, verlinken, Streisandeffekt – das Internet, das über uns kam wie ein Gewitter, macht das von ganz alleine. Gewöhnt euch dran.
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