Kultur: Flatterndes Federvieh
zum Hauptinhalt
Tagesspiegel Plus

Kultur: Flatterndes Federvieh

Nun sag, wie hast du’s mit der Tradition? Zum Abschluss des Berliner Jazzfests

Von Gregor Dotzauer

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Das Original, so hat die Schriftstellerin Angela Krauß einmal treffend formuliert, ist ein Werk; die Quelle aber ist eine Kraft. Was sich in diesem Spannungsfeld an Traditionsbewusstsein ausbildet, spielt auch für den Jazz eine Rolle. Zwar lebt er durch seinen hohen improvisatorischen Gehalt weniger von genau umrissenen Werken als andere musikalische Genres. Aber auch hier gibt es massenhaft Epigonen, historisierende Klone und Totgeburten – und eine Sehnsucht nach dem Original oder zumindest nach Originalen. Wie in allen Künsten schiebt und zerrt man die alten Helden auf die Bühne, und wer noch keine Legende ist, wird qua Lebensalter dazu gemacht.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })