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Christoph Heins Roman "Glückskind mit Vater": Fluchtpunkt Marseille
Wege aus der kalten Heimat: Christoph Heins großer Deutschland-Roman „Glückskind mit Vater“.
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Konstantin Boggosch, geborener Müller, will sich nicht erinnern. Zumindest nicht auf Drängen der Lokalreporterin, die den pensionierten Direktor des Pestalozzi-Gymnasiums um ein Interview bittet: Zur Wiedereröffnung des renovierten Schulgebäudes plane der „Kurier“ eine Sonderseite, erklärt sie ihm. Doch Boggosch sträubt sich, deklariert seine Vergangenheit zum „abgeschlossenen Präteritum“ und bescheidet die „kleine Redaktionsmaus“ negativ: „Mit unseren Erinnerungen versuchen wir ein missglücktes Leben zu korrigieren, nur darum erinnern wir uns. Es sind die Erinnerungen, mit denen wir uns gegen Ende des Lebens beruhigen. Es sind diese fatalen Erinnerungen, die es uns schließlich erlauben, Frieden mit uns selbst zu schließen.“ Als dann noch ein Brief von der Steuerfahndung für Konstantin Müller eintrifft, beginnt Boggoschs Frau Marianne in seiner Vergangenheit herumzustochern. Er ist froh, sie in die Kur verabschieden zu können.
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