
© Mats Backer
Tanz im August: Fremd im eigenen Leben
Finale beim Festival Tanz im August: Das Wuppertaler Tanztheater badet in der Volksbühne mit „Neues Stück II“ in Melancholie.
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Die Toten stehen wieder auf. Das ist nicht das einzige Wunder im „Neuen Stück II“, mit dem das Tanztheater Wuppertal den Tanz im August beschließt. Der norwegische Choreograf und Regisseur Alan Lucien Øyen hat das erste Mal ein Kreation für das berühmte Wuppertaler Ensemble entwickelt, das neun Jahre nach dem Tod von Pina Bausch auf der Suche nach einer neuen Identität ist. Zuletzt war es durch einen monatelangen Richtungsstreit in die Schlagzeilen gekommen. Die neue Intendantin Adolphe Binder war nach nur einem Jahr auf Betreiben des Geschäftsführers geschasst worden. Sie hat gegen die fristlose Kündigung geklagt, am 4. September wird es zu einer Güteverhandlung kommen. Die Spannungen waren zu greifen, denn auch Binder zeigte sich in der Volksbühne – und aus Wuppertal waren einige der Strippenzieher angereist. 16 Tänzer in elegantem Retro-Look versammeln sich anfangs zu einem anmutigen Gruppenbild. Sie sind anbetungswürdig, und das wissen sie auch.
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