Bilderbuch in der Volksbühne: Frinks für alle!
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Bilderbuch am 11. Februar 2017 auf der Berlinale zur Premiere des Films "Wilde Maus".

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Bilderbuch in der Volksbühne: Frinks für alle!

"Falcos Erben" sollen sie sein. Dabei ist die österreichische Band so viel mehr als Austropop. Was sie jetzt in der Volksbühne unter Beweis gestellt haben.

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Michael Krammer hat sich die Nägel gemacht. Sie sind neonpink lackiert. Das weiß auch der Mensch am Lichtpult. Wenn Krammer seine Finger übers Griffbrett der Gitarre gleiten lässt und mit einem Solo das Auditorium der Volksbühne zerschneidet, dunkelt der Mann am Pult alles ab, und plötzlich leuchten nur noch diese Nägel. Der Rest ist Schattenspiel. Das sieht gut aus und ist wichtig: Bilderbuch sind eine Band, die schon mit ihrer Optik Räume öffnet. Sänger Maurice Ernst mit blondierten Haaren und einer Hose, über und über bedruckt mit Peace-Zeichen. Drummer Philipp Scheibl, der sich die Haare zu kleinen Zöpfen geflochten hat. Krammer mit Neonnägeln und einem schwarzen Netzhemd. Die Österreicher verschmelzen Look und Gestus des 80er-Acid-House mit ein bisschen N’Sync, was hervorragend zu ihrer Musik passt: Denn deren Eklektizismus ist noch einmal kleinteiliger zusammengesetzt.

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