Tocotronic im Huxleys: Für dich bleib ich nüchtern
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Foto: Dirk von Lowtzow

© Axel Heimken/dpa

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Tocotronic im Huxleys: Für dich bleib ich nüchtern

Kann man 20 Jahre dabei sein, sehr erfolgreich sogar - und trotzdem immer schön neben dem Mainstream bleiben? Tocotronic beweisen es. Live ganz besonders.

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Mann sein, um die 40, und seit 20 Jahren mit den besten Freunden Rock machen: herrlich. Und dann schon wieder ein gutes Album: umso besser. Tocotronic fangen im Huxleys mit dieser neuen, zehnten CD „Wie wir leben wollen“ an, spielen als Erstes das Titelstück, qua Formulierung so typisch wie alles der verkopften Berlin-Hamburger Diskurs-Band, aber live noch mal eine ohrenbetäubende Klasse drüber. Je größer das Publikum, so scheint es bei der Gruppe um Texter, Sänger, Gitarrist Dirk von Lowtzow, desto druckvoller wird auch das Konzert, desto mehr Emotionen meint man auf der Bühne wahrzunehmen. Hat von Lowtzow live immer schon diese ganz leicht in Richtung Feargal Sharkey vibrierende, lebendige Stimme gehabt? Immer schon so eindringlich geklungen wie ein desperater Liedermacher, nur mit mehr Rock, mehr Mitten und weniger Akkorden?

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