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Der neue Roman von Monika Maron: Geister, die ich rief
Plötzlich wechselt eine Wolke ihre Flugrichtung, der Blick der Ich-Erzählerin Ruth trübt sich, trotz Navi verfährt sie sich. Schließlich findet sie sich in einem Park wieder, wo sie den Toten begegnet, sowohl aus ihrem privaten Umfeld als auch dem Ehepaar Honecker. Monika Marons neuer Roman „Zwischenspiel“ führt in die Tiefen deutsch-deutscher Geschichte.
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Angenommen, die Wahrnehmung gleicht einem Radiogerät. Dann erkennen wir die Wirklichkeit nur, weil unser Sehvermögen auf eine bestimmte Frequenz eingestellt ist. Würde sich diese aber ändern, erschienen die Mitmenschen vielleicht nur noch als verpixelte Schemen. Aber vielleicht sähe man dafür andere Dinge klar und scharf. Die Toten zum Beispiel. So ergeht es jedenfalls der Museumspädagogin Ruth in Monika Marons neuem Roman. Morgens auf dem Balkon scheint eine einzelne Wolke plötzlich die Richtung zu wechseln, dann trübt sich das Sehvermögen der Ich-Erzählerin ein – was Marons sich im Herbst ihres Lebens befindliche Heldin aber bemerkenswert gelassen, ja neugierig zur Kenntnis nimmt.
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