
© Stephanie Plicker.
"Das Neue Alphabet" im HKW: Go, Golem, go!
Alexander Kluge und Helge Schneider eröffnen das Dreijahres-Projekt „Das neue Alphabet“ im Haus der Kulturen der Welt.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Schon am Nachmittag meldet sich das ominöse Leben zu Wort. Was, so fragt Bernd Scherer zum Auftakt des jüngsten Dreijahresprojekts im Haus der Kulturen der Welt, passiert eigentlich zwischen der Null und der Eins des binären Codes? Es ist, erklärt er, das Leben. Fünf Stunden und eine verwirrende Zahl von Podien, Performances, Installationen und Vorträgen später formuliert Alexander Kluge, der Kurator des ersten von vier „Opening Days“, seinen vitalistischen Einspruch gegen das bloß Mechanische. „Da steht was auf und sagt: Ich bin wirklich“, teilt er im Zirkusrund der Ausstellungshalle mit. „Aber der Antirealismus des Gefühls kann das Gegenteil behaupten.“ Es gehe um „reale Lebendigkeit“ und „lebendige Erfahrung“. Man müsse auf Auswege sinnen, auf Hoffnungsfunken und ungenutzte Reserven. Die digitale 4.0-Industrie gebe dem Menschen keineswegs alle Handlungsmöglichkeiten vor.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true