Kultur: Halleluja!
Gestochen scharf: das RSB mit Marek Janowski.
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Ein gewaltiger Hammerschlag donnert durch den Raum, als habe er sich selbst entfesselt aus der Kontrolle des Dirigenten, der den ausgedehnten Spannungsaufbau in Alban Bergs Drei Orchesterstücken op. 6 klug dosiert. Marek Janowski nimmt keine Höhepunkte vorweg, gesteht ihnen aber im Moment ihres Geschehens vollste Wirkung zu. Nichts geht verloren bei diesem zurückhaltenden Stil. Subtile Untertöne wie die anfangs so harmlos sacht schnarrende kleine Trommel evozieren in der Philharmonie sofort ein martialisches Bild, das sich durch die drei Stücke hindurch vervollständigt. Unweigerlich ruft es das Entstehungsjahr 1914 ins Bewusstsein und offenbart sich in einem Taumel zwischen Rohheit, Sinnlichkeit und verzweifelter Abstraktion als Stimmungsseismograf der Zeit.
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