Berlinale 2013: Harald Martenstein erlebt ein Avant-vu
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Berlinale 2013: Harald Martenstein erlebt ein Avant-vu

Unser Autor schaut sich zu Beginn der Berlinale den Eröffnungsfilm an und plädiert für einen Eintrag ins Guinnessbuch: für den längsten Schluss.

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Zu Beginn einer Berlinale muss man sich einen Terminplan machen. Dazu setze ich mich meistens ins Café. Am Nebentisch saß ein Paar. Nach ein paar Minuten merkte ich, dass gerade ein Trennungsgespräch stattfand. Ich wollte nicht zuhören. Es ließ sich aber nicht vermeiden. Ich bekam immer wieder Wortfetzen oder einzelne Sätze mit. Sie: „Dass du es ausgerechnet gemacht hast, während ich schwanger war.“ Er: „Wir sollten respektvoll und zugewandt miteinander umgehen.“ Währenddessen versuchte ich, den Film „Freier Fall“ in meinen Terminkalender zu integrieren, in dem es um einen Polizisten geht, der seine schwangere Freundin für einen Mann verlässt. Am liebsten wäre ich zum Nebentisch gegangen und hätte gesagt, Wahnsinn, ich erlebe gerade was Paranormales. Ein Avant-vu.

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