Kultur: Häuser für 800 Volt
Das Deutsche Technikmuseum ehrt den S-Bahn-Architekten Richard Brademann
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Es ist nicht ganz leicht, die Ausstellung im weitläufigen Areal des Deutschen Technikmuseums Berlin zu finden: Beamtenhaus, zwischen dem ersten und zweiten Lokschuppen, zweiter Stock. Erst an der dortigen Treppe weist ein Schild den Weg. Was es dann aber zu sehen gibt, lohnt den Weg. Eine konzise, materialreiche und zugleich wunderbar „lesbar“ aufbereitete Ausstellung holt das Werk des Architekten Richard Brademann (1884-1965) ins Bewusstsein – vielmehr, sie verbindet seinen Namen mit den anonymen Bauten, die jedem Berliner vor Augen stehen. Brademann war einer der Hausarchitekten der Deutschen Reichsbahn zwischen Weimarer Republik und Ende des Zweiten Weltkriegs. Er war derjenige, der für die mit der Elektrifizierung der S-Bahn Ende der Zwanzigerjahre erforderlichen technischen Bauten, zudem für zahlreiche Empfangsgebäude und später auch für die meisten Bahnhofsbauten der Nord-Süd- (Tunnel-)S-Bahn verantwortlich zeichnet.
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