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Kultur: Häutungen
Anselm Glück erhält den Preis der Literaturhäuser
Von Steffen Richter
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Es muss ein verwegener Mensch sein, der Anselm Glücks letzte Veröffentlichung einen Roman genannt hat. Passender wäre vielleicht „Buch über alles“ gewesen. Also über Sex und Politik, Wien und Graz, die Götter, ein Literaturstipendium und das Schreiben. Außerdem die blonde Gerda, den Friseur Sigi, trübe Gesellen wie René Dunkl, Jana und Frau Dr. Jarosch. Dieses Buch handelt von Anfang und Ende, hat aber weder das eine noch das andere. Man könnte meinen, dem Schreiber sei während der Arbeit der Plan seines Werkes abhanden gekommen – wenn das Abhandenkommen dieses Plans nicht Bestandteil desselben wäre.
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