Museum Nikolaikirche Berlin: "Sankt Luther": Her mit dem Heiligenschein
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Mit Luther in den Krieg. Kriegsanleihe-Plakat „Und wenn die Welt voll Teufel wär", Farblithografie, um 1917.

© Museum Weißenfels – Schloss Neu-Augustusburg

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Museum Nikolaikirche Berlin: "Sankt Luther": Her mit dem Heiligenschein

Wenn Zahnstocher Wunder tun: Das Stadtmuseum Berlin beleuchtet mit „Sankt Luther“ den Kult um den Reformator.

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Nein, in Berlin war Luther nie. Was für das Stadtmuseum aber noch lange kein Grund ist, nicht auch beim deutschlandweiten Rausch der Reformationsausstellungen mitzumischen. Immerhin war Preußen später Zentrum des deutschen Protestantismus. Aber nicht um Luthers Wirken und Person, sondern um seine Inszenierung geht es hier. „Sankt Luther“ zeigt ein Stück verkehrter Welt: Da führt ein Reformator aufklärerische Reden gegen die ins Kraut schießende katholische Reliquienverehrung und nennt Knochen, Grabtücher und Kreuzsplitter „ein tod ding, das niemand heiligen kan“. Und dann haben seine Anhänger nichts Besseres zu tun, als die weltlichen Hinterlassenschaften des glühend Verehrten selbst wie Devotionalien zu behandeln.

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