Tanztheater: Herz sprengt Brust
Entfesselte Weiblichkeit: Sasha Waltz mit ihrer Choreografie „Métamorphoses“ im Radialsystem. Das Stück, uraufgeführt im Neuen Museum, hat seine Faszination bewahrt.
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Steinernen Göttern und Heroen, die plötzlich zum Leben erwachen, begegnet man im Radialsystem V nicht. Aber Hohepriesterinnen des Tanzes, die ihrem eigenen rätselhaften Kult huldigen. Wie Tempeltänzerinnen muten die beiden Frauen in fließenden schwarzen Kleidern an, die zu Beginn von Sasha Waltz’ Programm „Métamorphoses“ mit zeremonieller Langsamkeit auf die Bühne schreiten. Nach dem großformatigen „Continu“, das seine Berlin-Premiere vor gut einer Woche bei der Spielzeit Europa feierte, ist dies nun der zweite Streich. Auch in „Métamorphoses“ knüpft Sasha Waltz an ihr großartiges Museumsprojekt „Dialoge ’09 – Neues Museum“ an.
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