Abschluss von Young Euro Classic: Hier ist Ruhestörung erwünscht
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Das National Youth Orchestra of the USA im Berliner Konzerthaus.

© Kai Bienert

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Abschluss von Young Euro Classic: Hier ist Ruhestörung erwünscht

Der 20. „Young Euro Classic“-Jahrgang ist vorbei. Zum Abschluss gab's Transatlantisches mit dem National Youth Orchestra of the USA.

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Die Letzten sind besonders jung – und besonders energisch. Beim Abschlusskonzert des 20. „Young Euro Classic“-Festivals sitzen 16- bis 19-Jährige auf der Bühne, rund 100 Amerikanerinnen und Amerikaner aus zwei Dutzend US-Staaten. Das National Youth Orchestra of the USA bildet gewissermaßen das transatlantische Pendant zum European Union Youth Orchestra. Und es schlägt auch gleich die Brücke über den Ozean, mit einem Fanal. Wilde Streicherfiguren zucken nach oben und münden auf der Stelle in einen Fortissimo-Aufschrei des Blechs. So beginnt Tyson J.Davis’ kurzes Stück „Delicate Tension“, ein Auftragswerk der US-Botschaft, inspiriert vom 30. Jahrestag des Mauerfalls. Delikat? Bei der Uraufführung erweist es sich vor allem als spannungsgeladen. Tutti-Tremoli wechseln mit Blechbläser-Glissandi und heftigen Akkordballungen, die sich aus diffusem Gewusel und handfestem Chaos heraus formieren. In Erinnerung an die Welten- und Zeitenwende von 1989 ist solche Umsturzmusik durchaus angemessen.

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