Libanesisches Drama „Capernaum“: Hommage an ein Straßenkind
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Schuften für ein paar Münzen. Zain (der syrische Flüchtling Zain al Rafeea, r.) mit einigen seiner Geschwister.

© Alamode Film

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Libanesisches Drama „Capernaum“: Hommage an ein Straßenkind

Das gefeierte libanesische Drama „Capernaum“ erzählt einfühlsam vom Leben in bitterer Armut - und einer ungeheuerlichen Anklage.

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Große Kinderaugen, Cello-Elegie, Slow Motion: Man ist schnell skeptisch bei solchen Geschmacksverstärkern für eine Geschichte, die im Elend von Beirut spielt: die Geschichte von Zain, der kein Kind sein darf, weil die Eltern mit der Armut überfordert sind. Die Skepsis ist auch deshalb schnell da, weil dieser Film auf ebenjenem Grat zwischen Realität und Fiktion balanciert, über den gerade so viel diskutiert wird wegen der Causa Relotius, Robert Menasse und Takis Würgers „Stella“-Roman. Geht das, ein Film mit hartem Dokumentarblick und „schön“ gefilmten Totalen, mit malerischen Luftaufnahmen von den Slums in der libanesischen Hauptstadt samt Autoreifen auf den Plastikplanen-Dächern? Mit Darstellern, die erlebt haben, was sie spielen?

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