Deutsche Oper: "La Sonnambula" von Bellini: Im Gefängnis der Seele
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Deutsche Oper Berlin, La Sonnambula. Musikalische Leitung: Diego FasolisRegie: Jossi Wieler / Sergio MorabitoBühne und Kostüme: Anna ViebrockLicht: Reinhard Traub / Mario FleckDarsteller: Verena Gimadieva, Helene Schneidermann, Alexandra Hutton

© Deutscher Oper/Bernd Uhlig

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Deutsche Oper: "La Sonnambula" von Bellini: Im Gefängnis der Seele

Aus der Tiefe des Raums: Jossi Wieler und Sergio Morabito inszenieren Bellinis „La Sonnambula“ an der Deutschen Oper

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Gendermäßig ist Oper eine Katastrophe. Die Komponisten des Belcanto waren fasziniert von Exaltierheit, Hysterie, Entrücktheit – und reservierten sie in der Regel für Frauen, siehe Donizettis Wahnsinnsarie der Lucia oder Verdis an ihren eigenen Plänen irre gewordenen Lady Macbeth.Wir akzeptieren das, weil wir glauben, dass es um tiefere Wahrheiten geht, die sich offenbar besonders gut im Wahnsinn ausdrücken lassen. Auch „Ah! Non credea mirarti“, die große Arie der Amina in Vincenzo Bellinis „La Sonnambula“, gehört in diese Reihe. Allerdings liegt die Wahrheit hier hörbar an der Oberfläche: Schlafwandelnd singt die Protagonistin, wenn sie eigentlich liebt, nämlich Elvino, der sie grausam verstoßen hat.

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