Hingehen: "Dummy lab" im Chamäleon: Im Pixelschneegestöber
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Schnee, der auf Akrobaten fällt. Das interaktive Videodesign stammt von Frieder Weiss.

© Chamäleon/Carolin Saage

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Hingehen: "Dummy lab" im Chamäleon: Im Pixelschneegestöber

Im Chamäleon startete jüngst die Show "Dummy lab". Die coole Varietéshow verbindet Tanz, Akrobatik und einen aufregenden Look.

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Es soll ja immer noch Leute geben, die Varieté für eine piefige Angelegenheit halten. Old-School-Amüsemang eben. Zauberer mit Karnickel im Hut, Keulenjongleur, Pudel-Dressur, Clown mit roter Nase. Gähn. Ja, weit gefehlt, liebe Schlaumeier! "Dummy lab", der jüngst gestartete Spin-Off der Show „Dummy“, die vor zwei Jahren im Chamäleon in den Hackeschen Höfen lief, ist eine ausgesprochen coole Veranstaltung. Klassische zirzensische Disziplinen wie Kontorsion (vulgo: Schlangenmensch, genauer: eine erstaunlich biegsame Schlangenmenschin namens Leilani Franco) oder Akrobatik an der „Pole“ genannten Stange kommen durchaus vor, aber vor allem – ein stylishes Videodesign (Frieder Weiss), das mit seinem Pixelschnee, seinen interaktiven Schemen und Schlieren die Körper der auf einer schieben Bühnenebene agierenden Akrobaten verfolgt, umschließt und abstrahiert. Ein dynamischer Elektrosound mit Gesang (Reecode), dessen düsterer Sog den Clubsound der Achtziger und Neunziger zitiert. Stroboskop-Geflacker wie einst im Techno-Club. Und einen berlinischen Look, der mit kargem Bühnenbild und angestaubten Nicht-Kostümen das Schmuddelimage der Stadt reflektiert.

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