Jeanine Meerapfel: Stille Tage in Buenos Aires
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Jeanine Meerapfel: Stille Tage in Buenos Aires

Nach 1933 suchten tausende Juden Zuflucht in Argentinien. Mit Kriegsende 1945 bekamen sie plötzlich neue Nachbarn: Nazis. Jeanine Meerapfel hat das miterlebt – und nun verfilmt.

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Als Kind in den 50er Jahren hatte ich nur eine konkrete Verbindung zu Deutschland, dem Land meines Vaters und meiner Großeltern – und das waren Preiselbeeren. Manchmal sagte meine Stiefmutter: Ach, wenn wir nur Preiselbeeren wie im Schwarzwald hätten, dann könnten wir sie an das Wild machen. Obwohl sie gar kein richtiges Wild kochte. Meine Stiefmutter hat damals Rindersteaks in Speck eingepackt, nur um sie ein wenig nach solchen Gerichten schmecken zu lassen. Dazu hat sie sich die Beeren aus ihrer Kindheit gewünscht, wenn Besuch aus Europa kam, musste der immer welche mitbringen. Preiselbeeren und Schwarzwald, so sah lange mein Deutschlandbild aus.

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