Zum Tod von Henri Dutilleux: Klangmaler
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Henri Dutilleux (1916 - 2013)

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Zum Tod von Henri Dutilleux: Klangmaler

Der französische Komponist Henri Dutilleux ist in Paris gestorben. Ein Nachruf.

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Es gibt nicht viele zeitgenössische Komponisten, deren Werke regelmäßig in den Konzertprogrammen auftauchen, die mithin den Rang eines modernen Klassikers beanspruchen können, auch wenn sie es selbst wohl aufs Heftigste abgestritten hätten: György Ligeti, Olivier Messiaen, Hans Werner Henze, Witold Lutoslawski. Eine Reihe, in die auch Henri Dutilleux gehört. Dem Franzosen, 1916 in Angers geboren, ist der eigentümliche Spagat zwischen der Rolle des Avantgardisten und der des Klassizisten gelungen. Seine Musik ist hörbar im besten Sinne, sie spricht unmittelbar zum Herzen, ohne sich in irgendeiner Weise einem kommerziellen Massengeschmack anzudienen. Wer sie hört, der begreift sofort die Bedeutung der Klangfarben für Dutilleux – da hat er von Chopin und Ravel gelernt und von seinem großen Vorbild Claude Debussy. Zum Beispiel in seinem Violinkonzert „L’arbre des songes“: ein unaufhörliches Werden und Vergehen des Klangs, Musik als flimmernde, scheinbar endlose Vervielfältigung des Augenblicks, als stillgestellte Zeit.

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