
© Stefan Büchner/Staatliche Museen zu Berlin
Das schmückt Berlin: Kostbar wie ein Käferflügel
Gold, Glas, Geltungssucht: Der Prachtband „25 000 Jahre Schmuck“ zeigt Preziosen aus Berliner Museen.
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Der schwule Friseur in Friedrichshain trägt ihn. Thailändische Frauen trugen ihn. Und auch der modebewusste Inka von Welt hat sie gerne getragen: Ohrpflöcke, unter Piercing-Fans Ohrtunnel genannt. Dieser das Ohrläppchen weitende Körperschmuck ist heute wieder so angesagt wie vor 100 Jahren in Asien oder gar vor 1000 Jahren in Mexiko. Alexander von Humboldt hat einen fein gearbeiteten Pflock aus Obsidian vor mehr als 200 Jahren von einer Forschungsreise mit nach Berlin gebracht. Da lagert er nun im Ethnologischen Museum in Dahlem und erzählt davon, dass die vorspanischen Kulturen Mesoamerikas sehr viel mehr von den Lichtreflexen dieses vulkanischen Glases fasziniert waren als vom als „gewöhnlich“ empfundenen Glanz des Goldes, nach dem die spanischen Kolonialisten so gierten.
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