
© Kasia Zacharko
Porträt des Elektromusikers Objekt: Kreaturen aus dem Rechner
Timothy Jose Hertz alias Objekt produziert zerklüftete Klanggebilde. Zum Jahresende legt er als DJ gleich in zwei Clubs auf.
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Der Computer wird zum halbbiologischen Wesen. Hört man sich die neue Platte von Timothy Jose Hertz alias Objekt an, hat man das Gefühl, diese Science-Fiction-Vorstellung sei bereits Realität geworden. Die Musik auf Objekts zweitem Album „Cocoon Crush“ klingt so, als würde sich hier eine künstliche Intelligenz mitteilen wollen. Man glaubt, Atemgeräusche zu vernehmen, es zirpt wie in der freien Natur im Sommer und gleichzeitig klingt alles artifiziell. Genau diesen Höreindruck zu erzeugen, war auch das Ziel von Hertz. „Ich wollte, dass die Musik lebendig klingt. Dass man denkt, man hört eine lebendige Kreatur, die gleichzeitig künstlich ist. Es soll verwirrend sein und fremdartig.“ Auf dem Cover der Platte sieht man ein Geflecht, das aussieht wie das Innere eines Organismus. Oder wie Kabel eines Computers, die sich unentwirrbar mit menschlichem Gewebe verbunden haben.
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