
In einem halb entkernten Kaufhaus kamen für ein Wochenende Stimmen zusammen, die sonst über Berlin verstreut sind. Und stellten eindrücklich die Frage, wie sich Musik neu denken lässt.

In einem halb entkernten Kaufhaus kamen für ein Wochenende Stimmen zusammen, die sonst über Berlin verstreut sind. Und stellten eindrücklich die Frage, wie sich Musik neu denken lässt.

Maja Göpel macht die Polykrise zum Thema des Abends, Kazuki Yamada zeigt, wie wandelbar er als Dirigent ist und Alice Sara Ott brilliert mit raumerweiternden Klängen.

Vom Profisportler zum Autor: Christoph Kramers zweites Buch „Wolkenberührpunkt“ ist eine bewegende Coming-of-Age-Geschichte – in der Fußball nur noch am Rande vorkommt.

Erstmals werden die unterirdischen Katakomben unter dem Tresor für Besucher geöffnet. Die Ausstellung „Tanzflächen der Wiedervereinigung“ erzählt die Clubgeschichte jenseits des bekannten Mythos der wilden 90er.

Am 3. Oktober bleiben die Läden zu. Dann machen Sie halt was anderes: eine Radtour auf dem Mauerstreifen plus Mitsing-Konzert oder eine Ausstellung zur Clubkultur der Wendezeit. Sieben Tipps.

Die Stadt als Pulverfass: Der Ludwigshafener Krimi mit den Ermittlerinnen Lena Odenthal und Johanna Stern über einen mörderisch missglückten Banküberfall dreht an der Eskalationsschraube, bis diese allzu fest sitzt.

Künstler und Künstlerinnen entdecken fotogene Tiere: Die Berliner Galerie Springer stellt über 40 Motive von Arnold Odermatt, Loredana Nemes oder Ingar Krauss aus.

Florentina Holzinger tauft das Theater, und Rimini Protokoll erzählt Weltgeschichte: Dem neuen Intendanten Matthias Lilienthal gelingt ein denkwürdiger Neustart.

In der Galerie Semjon Contemporary treibt der aus Tel Aviv stammende Künstler ein Verwirrspiel mit Materielien und den für ihn typischen Abgüssen von Körpern.

Die Star-Pianistin spielt mit dem Deutschen Symphonie-Orchester das Werk, das dem norwegischen Komponisten zum Durchbruch verhalf.

Der „Summer of ‘69“ ist lange vorbei, doch mit 66 hat Bryan Adams immer noch die besten Tage seines Lebens. Wer bei seinem Konzert sitzen will, hätte allerdings früher aufstehen müssen.

Festprogramm in der Fasanenstraße: Nach Verzögerungen bei der 6 Millionen Euro teuren Sanierung feiert das Literaturhaus Berlin jetzt Jubiläum in der angestammten Villa.

In „Digger“ pfeift ein irrwitziger Ölbaron auf die Umwelt, und „Corpus Delicti“ entwirft eine KI-gelenkte Dystopie. Unsere Filmtipps für die aktuelle Kinowoche.

Nach 14 Jahren Sanierungsdebakel eröffnet das Kölner Opernhaus mit Richard Strauss‘ „Rosenkavalier“. Das neue alte Haus beeindruckt, aber die Regie ist ein Rohrkrepierer.

„Being the Ricardos“, „Eine Frau mit berauschenden Talenten“, „Moneyball“, „Der Pakt“ oder „Kundschafter des Friedens“ – das sind die besten Spielfilme am Wochenende.

An der Staatsoper steht die erste Premiere der Spielzeit an. DSO und RSB haben berühmte Violinkonzerte im Programm.

Der „Unlimited Salon“ der Deutschen Oper nähert sich mit Wein, Astrologie und Gesang ihrer kommenden Uraufführung an. Sun Ra und Karlheinz Stockhausen helfen dabei.

Die US-amerikanische Malerin hat sich zwei prominente Vorbilder ausgesucht, deren Werke ebenfalls in der Galerie Haverkampf Leistenschneider zu sehen sind.

Der Hollywoodstar als aasiger Investigativ-Journalist oder Brad Pitt in der Wildnis? Suchen Sie sich Ihren Kinohelden der Woche aus.

Als hielten sich die Trauernden aneinander fest: Der Rias Kammerchor und das DSO mit Requiems von Alfred Schnittke und Maurice Duruflé in der Philharmonie.

Die HBOMax-Serie erzählt die Vorgeschichte von Gangsterboss Toni Hamady als Coming-of-Age-Story. Und macht dabei vieles besser als das preisgekrönte Original.

Taiwanesisches Kino, starke Musikerinnen aus Skandinavien, Sprachkurse to go, Lyrik auf Englisch und Tanzen im Eurocity – Berlin ist aktuell besonders polyglott.

Die Stiftung Reinbeckhallen zeigt Straßenfotografie aus der DDR der Siebzigerjahre – Alltagsaufnahmen eines längst vergessenen Künstlers aus Karow.

Stockhausens „Mittwoch aus Licht“ gilt als unaufführbar. Dirigent Maxime Pascal wagt es trotzdem. Es wird ein großes Spektakel mit Bühnen-Ethnokitsch.

Der gefeierte Regisseur Zach Cregger hat für seine Adaption von „Resident Evil“ freie Hand bekommen. Und bestätigt, dass er die neue Hoffnung des Horror-Genres ist.

Die politische Unsicherheit in Taiwan, eine abwesende Mutter, die Grenzen der Sprache: Leh-Wei Liaos stoffreicher, sehr gelungener Debütroman „Glaszeit“.

Migrantische Künstler verarbeiteten die Lebensrealität der ehemaligen „Gastarbeiter“ in Bildern und Skulpturen. Eine neue Ausstellung holt diese Kunst zurück, doch der Kampf um Sichtbarkeit geht weiter.

Aus den Protokollen der aktuellen Sitzungswoche entsteht ein Theaterstück. Das Ballhaus Prinzenallee startet eine Reihe und analysiert Sprache und Rituale im Bundestag.

Volle Kraft voraus: Wie ein Wirbelwind fegt die Musik von Manuel de Falla und Leoš Janáček unter Rattles Dirigat durch den Scharounbau. Für Trance-Momente sorgt eine Uraufführung von Cathy Milliken.

In Aribert Reimanns bekanntester Oper verdrängen die Kinder die Väter. Barrie Kosky hat das Stück jetzt schonungslos im Hangar 4 des Flughafens Tempelhof inszeniert.

Der gebürtige Brite ist zurück am Pult der Philharmoniker. Spektakulär wird die erste Premiere der Saison an der Deutschen Oper.

Standing Ovations in allen Rängen: Das Londoner Chineke! Orchestra und die Vokalisten der Cape Town Opera beeindrucken mit George Gershwins Oper.

Das Hamburger Streichorchester und Komponist Enno Poppe huldigten Anna Prohaska mit einer wilden Expedition um die Welt, vom Barock bis in die Gegenwart.

Tugan Sokhiev bewegt das Berliner Publikum mit Dvořák und Prokofjew, Hilary Hahn verleiht der Musik Kontur. So war das Konzert in der Philharmonie Berlin.

Kein Abendprogramm nach Schema F: Titus Engel zeigt beim konzertanten Auftakt mit dem Orchester der Deutschen Oper eindrucksvoll, was das Betreten neuer Pfade möglich macht.

Wenn doch alle Zwischenmenschlichkeit so sein könnte: Zwischen Christian Thielemann und Rudolf Buchbinder genügen Blicke, um alles zu sagen. So war das Sinfoniekonzert der Staatskapelle in der Philharmonie.

Ein Abend, der Trost spendete: Antonio Pappano bewies beim Gastspiel seines Londoner Orchesters viel Gespür für Klangkultur.
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