
© Ladislav Zajac / Haus der Berliner Festspiele
Dunkelkonzert im Haus der Festspiele: Licht aus, Ohren auf!
Keine Form, keine Bewegung, keine Gestalt: Sabrina Hölzer hat im Haus der Berliner Festspiele für ein Dunkelkonzert das Licht ausgeknipst. Übrig bleibt nur das Ohr. Ein Hörerlebnis.
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Man fühlt sich an die Friedhofsbesuche mit den Großeltern erinnert, wenn man den Bühnenraum im Haus der Berliner Festspiele betritt. Im dämmrigen Licht stehen in Reih und Glied erhöhte Liegeflächen wie Bahren, jede ausgelegt mit einem Stück Rollrasen. Mit Decke und Wollsocken ausgerüstet darf man sich hier zur Ruhe legen, und zu der Sinfonia aus Bachs Kantate „Ich hatte viel Bekümmernis“ erlischt langsam das Licht. Morbide Assoziationen wecken auch die in der Dunkelheit erklingenden Worte aus E. E. Cummings Gedicht, nach dem das Projekt „Now I lay me down“ benannt ist.
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