Sitte-Ausstellung in Halle: Marx und Macht
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Raub der Sabinerinnen, ein Werk aus dem Jahre 1953

© bpk / Nationalgalerie, SMB / Jörg P. Anders VG Bild-Kunst, Bonn 2021

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Sitte-Ausstellung in Halle: Marx und Macht

Einst Vorzeigekünstler der DDR, verschwanden die Werke von Willi Sitte in den Depots. Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle zeigt nun eine kritische Retrospektive.

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Konzentriert und akkurat hantieren zwei Männer mit ihren Werkzeugen, umsichtig helfen sie einander. Zwei andere sitzen an Tischen, grübeln womöglich nach über das Plansoll des volkseigenen Betriebes. „Arbeiter“ hat Willi Sitte sein Triptychon von 1960 betitelt. 30 Jahre später malt er für sein Bild „Erdgeister“ eine Arbeitergruppe – sie stecken mit den Köpfen im Schlamm. Einer wirft sich, nackt und bloß, im Vordergrund in einen unsichtbaren Höllenschlund. „Das ist mein letztes Bild zum Thema Arbeiterklasse. Dazu mache ich nichts mehr. Die Menschen haben mich bitter enttäuscht“, kommentierte Sitte das wuchtige Werk. Sein Glaube an „die revolutionäre Kraft der Arbeiterklasse“ war dahin. Des Künstlers Lebenswerk: ein Trümmerhaufen.

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