Künstler Timm Ulrichs: Mein Werk bin ich
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Künstler Timm Ulrichs: Mein Werk bin ich

Der Künstler Timm Ulrichs erhält den Käthe-Kollwitz-Preis für sein Lebenswerk. Die Akademie der Künste zeigt seine Arbeiten.

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Timm Ulrichs macht es niemandem leicht, am wenigsten sich selbst. Seine Kunst ist anspruchsvoll und widerständig: eine fortwährende Provokation, verantwortlich für absurde Momente. 1965 wurde sein Beitrag für eine explizit juryfreie Ausstellung in Berlin aussortiert. Dabei hatte Ulrichs weder „Merda d’artista“ produziert wie Piero Manzoni, der vier Jahre zuvor seine Fäkalien in Dosen abfüllte, noch wollte er sich ausziehen oder vor Publikum malträtieren. Es ging lediglich um ein paar Spiegel – und die Teilnahme als „erstes lebendes Kunstwerk“, eine Exposition des Künstlers in einer Vitrine. Den Zuständigen der Schau unterm Funkturm erschien dies zu radikal. Ulrichs realisierte sein Projekt erst 1966 in einer Galerie; also ausgerechnet dort, wo die meisten vor allem kommerzielle Interessen vermuten. Doch wer kauft schon einen Künstler hinter Glas?

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