Kunst: Missverständnis im Osten
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Kunst: Missverständnis im Osten

„Käthe Kollwitz und Russland“: Das Berliner Kollwitz-Museum hat jetzt die Ausstellung rekonstruiert, die Kollwitz 1928 in Moskau, Leningrad und Kasan präsentierte, aus Anlass ihres 60. Geburtstags im Jahr zuvor. Die aktuelle Ausstellung korrigiert Vorurteile über die Künstlerin.

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Beinahe könnte man von Käthe Kollwitz (1867–1945) behaupten, was Schiller über Wallenstein sagen lässt: dass ihr „Charakterbild in der Geschichte“ schwankt. Knapp zwanzig Jahre ist es her, dass die Aufstellung ihrer monumental vergrößerten „Pietà“ in der Neuen Wache Unter den Linden zum Streit über die bundesdeutsche Geschichtspolitik führ- te. Und heute? Den einen gilt sie als Verfechterin überholter sozialistischer Ideale, den anderen als Naturalistin aus den 19. Jahrhundert. Aktuell, in welchem Sinne auch immer, ist sie nicht mehr.

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