Kolumne "Hingehen": Neuköllner Maientage: Rausch und Rummel
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Neuköllner Maientage mit Riesenrad, Buden und vielen Besucher:innen.

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Kolumne "Hingehen": Neuköllner Maientage: Rausch und Rummel

Sich mit Senf bekleckern, kreischend "Wilde Maus" fahren und noch Zeit für ein paar kulturhistorische Gedanken haben: Ein Loblied auf den Jahrmarkt

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Herrrreinspaziert, hier ist Stimmung, hier ist Action! Oder wie die als Bälleverleiherin getarnte Alltagsphilosophin in der Wurfbude sagt: „Es liegt bei euch. Wer nichts riskiert, gewinnt auch nichts!“ Genau so sieht’s aus. Im Leben wie vor den blanken Dosengebirgen ihrer Bude. Der Jahrmarkt, die Kirmes, der Rummel – das ist ein tausend Jahre altes Versprechen, ein Spiel mit Einsatz und Risiko. Scheppernd putzt jetzt einer mit beherztem Wurf alle Büchsen von der Platte. „Hauptgewinn“, ruft die Frau, „freie Wahl aus all den schönen Sachen!“ Der Sieger wählt flugs eine Minnie Mouse und zieht begeistert von dannen. Das Ding hat keinerlei ästhetische Qualitäten, die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Sein Glück ist eine Plüschmaus.

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