Kammeroper Schloss Rheinsberg: Nur Geister in den Flaschen
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Bariton mit Altglas. Victor Ryauzov lässt in Rimsky-Korsakows „Mozart und Salieri“ musikalische Geister aus der Flasche.

© Kammeroper/H. Mundt

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Kammeroper Schloss Rheinsberg: Nur Geister in den Flaschen

Die Kammeroper Schloss Rheinsberg überzeigt mit einem russischen Abend aus zwei Einaktern. Aber das Festival bleibt eine Insel, die zu wenig ins Städtchen ausstrahlt.

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Es sind harte Zeiten für Russlandversteher. Umso schöner, dass zarte Bande der Kooperation trotzdem möglich sind. Im Rheinsberger Schlosstheater schnappt sich Siegfried Matthus, wie er das gerne tut, vor Beginn der Aufführung das Mikrofon. Der Gründer und Leiter der Kammeroper erzählt, dass er in der letzten von ihm verantworteten Spielzeit mit dem St. Petersburger Kammermusiktheater kooperieren wollte – was durch die Ukraine-Krise leider unmöglich gemacht worden sei. Wer wem abgesagt hat, erklärt er nicht, aber die als Preisträger ausgewählten jungen Sänger konnten trotzdem nach Rheinsberg geholt werden. Ein durch und durch russischer Abend war gerettet. Mit zwei Kurzopern, beide auf Texte des Nationaldichters Alexander Puschkin, als letzte Etappe vor dem Höhepunkt der Rheinsberger Saison, der „Zauberflöte“ im August.

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