Lido-Lichtspiele (7): "Harry's Bar": Nur Lob für Harry
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Die kroatische Produzentin, Schauspielerin und Sängerin Rita Rusic beim Erreichen des Lido-Strandes

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Lido-Lichtspiele (7): "Harry's Bar": Nur Lob für Harry

Die finsteren Zeiten sind vorbei, sagen die Chefs von Biennale und Mostra. Baulücken und verfallene Luxushotels sprechen aber noch eine andere Sprache. Und der Film "Harry's Bar" ist eine einzige Lobhudelei.

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Wer zwischen den Festivalfilmen im Strandrestaurant neben dem Hotel Excelsior einen schnellen Cappuccino trinkt, wird von Einheimischen gern darauf aufmerksam gemacht, dass ein Großteil des Lidos nach wie vor in mafiöse Bauskandale verstrickt ist. Warum wohl, fragen sie, werden hier keine Kreditkarten akzeptiert? Sind die osteuropäischen Kellnerinnen ordnungsgemäß angestellt? Die Luxusstrände der Venedig vorgelagerten Insel hat der Sohn des kalabrischen Bauunternehmers Saverio de Martino gepachtet, der im Mai verhaftet worden war. Und auf dem Festivalgelände klafft nach wie vor das berühmte Loch, „Il Buco“, jene asbestverseuchte Baugrube, die vor Jahren für einen neuen Festivalpalast ausgehoben worden war und bis heute brach liegt. An dem nie realisierten öffentlichen Bauprojekt wurden viele Millionen Euro verdient.

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