Kultur: Oh Täler weit, oh Höhen
POP
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Eine steinige Landschaft, schroff, abweisend und menschenleer. Die Zuschauer im Maria am Ufer blicken auf die kahle Erde Islands – der Heimat von Gus Gus . Doch die imponierende Video-Kargheit ist nur ein Ablenkungsmanöver, und ein durchschaubares noch dazu. Das Beat-Gerüst der vierköpfigen Band rast stetig, klappert mal schneller, mal langsamer. Ohne die gelegentlichen Synthesizer- Fanfaren bleibt die Musik selbst so trocken wie die abgefilmten Gebirgsmassive. Links wackelt ein Mann mit langen blonden Haaren, einem Schnauzer, einem schicken schwarzen Hemd und einer weißen Hose mit Ananas-Applikationen: President Bongo. Er haucht der Show Leben ein, gibt ihr ein belustigendes und ja auch lustiges Gesicht. Zu gegebener Zeit greift er das Mikro, singt eine Phrase im Falsett oder flucht einen Slogan heraus. „This is a political song“, skandiert er über einen Techno-Beat. Und als die Bass-Drum hinzugemischt wird: „This is a political song with a bass drum.“
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