Filmfestival: Papa ist jetzt eine Frau
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Filmfestival: Papa ist jetzt eine Frau

Das große Thema beim 33. Max-Ophüls-Filmfest in Saarbrücken war die Beziehung zwischen Tätern und Opfern - bei Auseinandersetzungen in der Familie, in der Gesellschaft überhaupt. Den Hauptpreis gewann der österreichische Beitrag "Michael".

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Die Hand des Mannes, die sich beim Spaziergang sanft, aber bestimmt in den Nacken des Jungen legt, wirkt auf Unwissende wie eine vertraute, väterliche Geste. Aber diese Hand ist eine, die das Kind gefangen hält. In seinem Debüt „Michael“, der beim Max-Ophüls-Filmfest in Saarbrücken den Hauptpreis gewann und am Donnerstag ins Kino kommt, erzählt der österreichische Regisseur Markus Schleinzer von dem Versicherungsangestellten Michael (Michael Fuith), der im Keller einen zehnjährigen Jungen gefangen hält und regelmäßig missbraucht. Der Film, der die sexuelle Gewalt nie direkt ins Bild fasst, entwickelt seine Wirkung gerade dadurch, dass er das Monströse fest in die gesellschaftliche Normalität einbindet. Michael fährt jeden Tag ins Büro, brutzelt am Abend für sich und den Jungen Leberkäse, feiert mit ihm Weihnachten und trägt jeden Missbrauch fein säuberlich in den Kalender ein.

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