Deutsche Oper Berlin: Proteststurm
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Deutsche Oper Berlin: Proteststurm

Dorothea Schroeder hat mit Studenten der Universität der Künste den experimentellen Klangcollagen-Abend "Das große Buh“ entwickelt: Dabei bewegen sich die Zuschauer auf einem Sound-Walk durch die Deutsche Oper.

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Am Ende des Abends wurde an der Deutschen Oper beherzt gebuht, aber dieses Mal ironisch. Denn im Mittelpunkt des abenteuerlichen „Sound-Walks“ stand das „große Buh“ – beziehungsweise das, wofür es steht und wovon die Geschichte der Deutschen Oper geprägt ist: Protest. Protest gegen den Besuch des Schahs am 2. Juni 1967, der in der Erschießung des Studenten Benno Ohnesorg endete. Protest gegen modernes Opernrepertoire, gegen den IWF-Kongress, gegen angebliche religiöse Verunglimpfung auf der Bühne, gegen antitraditionalistische Inszenierungen von Wagner-Opern. Bildungsbürgerfestung oder Seismograf einer Kultur in Umbruch und Wandel? Der Bürger entscheidet. So viel Demokratie muss sein.

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