Vitales Kino aus Tunesien: "Kaum öffne ich die Augen": Raus aus dem Käfig
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Startstation Sehnsucht. Frei fühlt sich Farah (Baya Medhaffer), wenn sie in ihrer Band singen kann.

© kairosfilm

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Vitales Kino aus Tunesien: "Kaum öffne ich die Augen": Raus aus dem Käfig

Die Arabellion ist Geschichte. Und die Zeit davor fast schon wieder Gegenwart? Leyla Bouzid feiert in ihrem Kino-Debüt „Kaum öffne ich die Augen“ den Geist des Aufbruchs.

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Die Folterszene, in einer einzigen Einstellung gedreht, ist unendliche vier Minuten lang. Es ist „Psychofolter“, sagt Regisseurin Leyla Bouzid, was da zwei Männer der jungen Rocksängerin Farah antun, die im Sommerhemdchen auf einem Stuhl kauert in kahlem Raum. Und es ist mehr: Denn einer schlägt sie ein paarmal auf die Wange, der andere fasst sie an den nackten Schultern und drückt sie näher an seinen schreienden Kollegen heran, und immer wieder hält die Wimmernde die Hände vors Gesicht. Bis sie stammelnd verspricht, nie mehr zu singen.

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