Wild Flag: Rumpelmonster und Rennpferde
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Wild Flag: Rumpelmonster und Rennpferde

Vom Spaßprojekt zur tollen Indierock-Band: Wild Flag versammelt alte Riot Grrrls-Heldinnen. Im Berliner Lido spielen die vier Amerikanerinnen ein druckvolles, unterhaltsames Konzert.

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Vielleicht bilde ich es mir ja nur ein. Empirische Untersuchungen scheint es noch nicht zu dem Thema zu geben. Aber egal ob Bauchgefühl oder Summe von eher unsystematischen Beobachtungen: Schlagzeugerinnen spielen anders als ihre männlichen Kollegen. Irgendwie scheint es ihnen weniger wichtig zu sein, dass man ihre Instrumentenbeherrschung mit Attributen wie „virtuos“ belegt. Woraus sich oft ein erfrischend unkonventionelles Geklopfe ergibt. Janet Weiss von Wild Flag ist so ein Rumpelmonster. Wie sie im gut gefüllten Lido mit wirbelnden Armen ihrem in Kniehöhe aufgebauten Drumset einen garagenrockig scheppernden Keksdosensound entlockt, jede Tempoverschärfung und jedes Break der zerklüfteten Songs souverän meisternd, das Ganze ohne eine einzige Angebergeste, ist ziemlich großartig.

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