Kultur: Sag niemals Nietzsche
Nachrichten aus der geklonten Zukunft: Michel Houellebecqs Roman „Die Möglichkeit einer Insel“
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Jede Zeit hat die Propheten, die sie verdient. Wir könnten noch einmal Nietzsche lesen, um uns auf die Ankunft des letzten Menschen einzustimmen – aber wir haben ja Michel Houellebecq. Wir könnten uns noch einmal durch Spenglers „Untergang des Abendlandes“ ackern – aber auch da haben wir den Franzosen, der uns mit verhärmtem Pokerface erklärt, wie wir in Technokratie und Ersatzreligionen flüchten. Wir könnten uns noch einmal mit den Sexbibeln von Herrn Osho vulgo Bhagwan Shree Rajneesh trösten – aber selbst da haben wir unseren Libertinage-Apokalyptiker vom Dienst, der uns in der schwärzesten Schwärze seiner Geschlechterverzweiflung vom befreienden 24-Stunden-Orgasmus träumen lässt und, womöglich, sogar von der Liebe.
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