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Kultur: Schatz, wir fahren nach Afghanistan!
Manöver an der Medienfront: Wie die Guttenbergs eine deutsche Kriegsweihnacht inszenieren
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Der Inszenierung kann niemand entgehen, selbst Gysi und Gabriel gehören dazu, allerdings in Nebenrollen. Im Grunde ist Deutschland ein verklemmtes Land, wenn es um Glamour und Gewehre geht. Nun also auch bei den Guttenbergs. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Medienresonanz verhalten bis verhämend und verheerend, der Familienausflug an die Front kam in der Heimat zwar ganz groß raus, aber nicht so richtig gut an. Die Opposition zetert, noch unentschlossen, ob harte Empörung (Gysi) oder weiche Zoten (Gabriel) angebracht sind; aber auch Politikberater unterschiedlichster Parteipräferenz wackeln weise mit dem Kopf: Zuviel des Guten, heißt es beinahe unisono, das werde der ungeheuren und bisher scheinbar unbeugbaren Popularität Guttenbergs schaden. Aber warum ist das so? JFK und Jackie, Barack und Michelle Obama, die gelten doch auch hierzulande eher als bewundernswert, obwohl ihre Auftritte bis ins Detail durchinszeniert waren und sind. Aber bei den Guttenbergs, die so amerikanisch daherkommen, dass selbst die Amerikaner neidisch werden könnten, da laufen die Sauertöpfe über.
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