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Kultur: Schön subjektiv
Helma Sanders-Brahms zum 70. Geburtstag
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Mutter und Tochter auf dem Weg durch deutsche Ruinenlandschaften. Die Mutter trägt das Nötigste im Rucksack und hält ihr Kind an der Hand. Plötzlich die Konfrontation, der Blickkontakt mit einem kleinen, elternlosen Jungen. In ihrem bekanntesten Film „Deutschland bleiche Mutter“ aus dem Jahr 1979 hat Helma Sanders-Brahms fiktive Szenen mit dokumentarischem Archivmaterial montiert und eine Authentizität erreicht, die anderen um die gleiche Zeit entstandenen Filmen über Krieg und Nachkriegszeit fehlt. Dabei ist „Deutschland bleiche Mutter“ hemmungslos subjektiv: Die Regisseurin erzählt aus dem Off die Geschichte ihrer eigenen Mutter, ihre Tochter spielt das Kind, also sie selbst. Dieser Gestus der Subjektivität, der Betroffenheit wurde Sanders-Brahms oft vorgeworfen – nur schuf sie dabei stets wunderbare Bilder.
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