Prachtstraße in Rom wird autofrei: Seine Majestät, die Spitzhacke
zum Hauptinhalt
Hauptstraße einer Weltmacht. Hier flutet noch der Abendverkehr auf der Via dei Fori Imperiali am Kolosseum vorbei.

© imagebroker / vario images

Tagesspiegel Plus

Prachtstraße in Rom wird autofrei: Seine Majestät, die Spitzhacke

Mussolini ließ die berühmte Via dei Fori Imperiali zu einer Prunk- und Protzallee ausbauen. Dabei ging er rabiat vor. Jetzt wird ein Teil der Straße im Herzen Roms für den Verkehr gesperrt.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Diese Straße ist Traum und Albtraum zugleich. Damit es sie gibt, haben Diktatorenwillkür und Größenwahn unermesslich viel zerstört. Andererseits hat die „Via dei Fori Imperiali“ der Stadt Rom eine ihrer berühmtesten Sichtachsen geschenkt. Den „klassischen“, den freien Blick aufs Kolosseum halten Billionen von Fotos und Ansichtskarten fest. Die Welt sieht Rom so, wie der faschistische Führer, Benito Mussolini, seine Reichshauptstadt hat sehen wollen. Unausrottbar. Und doch, einen Fortschritt gibt es: Am heutigen Samstag soll die „Straße der Kaiserforen“ autofrei werden. So, jubeln die Lokalzeitungen, habe es der neue Bürgermeister Ignazio Marino verfügt. Aber bei genauerem Hinschauen – bloß, wer tut das in Rom schon?

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })